Vereinsgeschichte 1926 – 1975

Bereits im August des Gründungsjahres 1926 wird der Verbandsspielbetrieb mit einer Voll- und einer Jugendmannschaft aufgenommen. Obwohl der Aufbau nicht leicht ist und die Spieler Ausgaben für Sportkleidung, Fußballschuhe und nicht zuletzt Fahrgelder selbst bestreiten müssen, gibt es einige Erfolge gegen die damals spielstarken Mannschaften.

Erfolgreich wirkt die 1. Jugendmannschaft. Im Spieljahr 1927/1928 wird sie Tabellenzweiter hinter der spielstarken Jugend des FC Bayern Hof und vor der SpVgg Hof.

Jugendmannschaft 1927

 

Bereits im Jahre 1928 erringt der FCK die Meisterschaft in der B-Klasse. Durch viel Idealismus und großen Trainingsfleiß gelingt dem FCK im Jahre 1929 der Aufstieg in die A-Klasse – Gau Saale. Die gegnerischen Mannschaften in dieser Klasse sind:

FC Münchberg, VfB Helmbrechts, SpVgg Selbitz, FC Neuhof, FC Neumarkt, Spielabteilung Hof, FC Bischofsgrün, SpVgg Selb und FC Schönwald.

Wenig Erfolge sind der 1. Mannschaft in der A-Klasse beschieden. Die Gegner sind zu stark und der Spielerkreis im Verein ist zu klein. Der Abstieg ist die logische Konsequenz.

Da der alte Sportplatz zu weit vom Dorf entfernt ist, so dass die Trainingsmöglichkeit erschwert und vor allem die Zuschauerzahl bei den Spielen und der finanzielle Erfolg zu gering sind um die Vereinskasse zu stärken, gehen die Vereinsleitung und Mitglieder daran, einen Sportplatz im Ort zu schaffen. Durch das freundliche Entgegenkommen der Guts- und Schlossverwaltung Staff von Reitzenstein kann das an der heutigen Sportplatzanlage gelegene Wiesengrundstück in Pacht übernommen werden. Bis aber daraus ein Sportfeld entsteht, gibt es mühevolle Arbeit; große Landbewegungen müssen vorgenommen werden. Das Ehrenmitglied Karl Hager vollbringt dabei eine ganz besondere Leistung. Im Juli 1933 kann die Sportplatzeinweihung, verbunden mit einem Sportfest am Samstag und Sonntag, stattfinden.

Im Jahr 1935/1936 kann der FCK erneut die B-Klassen-Meisterschaft erringen. Rege wird der Spielbetrieb mit zwei Voll- und zwei Jugendmannschaften abgewickelt und überall schlägt sich der FCK recht ordentlich. So wird die 1. Jugend 1937 erneut Jugendmeister.

Bereits ab 1937 und in den Folgejahren, erst recht zu Kriegsbeginn, erfahren die Vollmannschaften eine Schwächung, denn gute Spieler müssen ihren Wehrdienst ableisten.

Während der Kriegsjahre von 1939 bis 1945 kann der Spielbetrieb nur mit einer Jugendmannschaft aufrecht erhalten werden, wobei das verdiente Mitglied Karl Strößner die kommissarische Leitung des Vereins inne hat. Ihm ist zu danken, dass der Sportplatz dem Verein erhalten bleibt.

Bedingt durch die politischen Ereignisse im Jahre 1945 wird der FC Konradsreuth 1926 in „Sportgemeinschaft“ umbenannt. Den Verfechtern des Sports schwebt vor, alles sportliche Geschehen in einem Zentralverein zusammen zu fassen und einheitliche, wirkungsvolle Breitenarbeit zu leisten. Die Wirklichkeit sieht aber so aus, dass zwar Fußball gespielt wird, dass aber u.a. Turnen nicht zum Tragen kommt, weil die anderen Ortsvereine ihre Arbeit unter altem Namen weiter führen.

Durch die Initiative früherer Gründungsmitglieder und aktiver Fußballer wird im Jahre 1947 die Sportgemeinschaft antragsgemäß in „FC Konradsreuth 1926“ umbenannt

Nach dem unseligen Weltkrieg muss in der untersten Spielklasse neu begonnen werden. Ein Jahr nach der C-Klassenmeisterschaft 1948/1949 behauptet sich der FCK in der B-Klasse erfolgreich und wird mit einem Punkt Rückstand zum TuS Erkersreuth Tabellenzweiter.

Das erfolgreiche 25-jährige Wirken des FCK wird 1951 mit Sportwoche, Orts- und Tischtennismeisterschaften und Pokalturnier begangen.

Jubiläum 1951
Festzug v.l.n.r.:
K. Dorsch, M. Oelschlegel, M. Ludwig, O. Geupel, A. Rank, H Meisel, W. Füg, H Rauh, H. Eckart, R. Böhm, H Krauß.

 

In den Jahren 1951/1952 wird der Sportplatz erweitert. Umfangreiche Kanalisationsarbeiten sind nötig, Anpflanzungen und Verschönerungen werden vorgenommen. Die gesamte Sportanlage wird mit einem Bretterzaun umgeben.

Mannschaft 1951
stehend v.l.n.r.:
M. Oelschlegel, C. Oelschlegel, KH. Lange, A. Köppel, H. Preickschart, M. Ludwig, A. Puchta, E. Hertel, G. Rank.
knieend v.l.n.r.:
F. Wagner, A. Glück, R. Heinzmann, K. Dorsch, F. Dworak.

 

1952/1953 schafft der FCK wiederum die B-Klassen-Meisterschaft. Nach Qualifikationsspielen mit den Amateuren des FC Bayern Hof, TuS Erkersreuth und SV Marlesreuth auch den Aufstieg in die A-Klasse.

Mannschaft 1953
stehend v.l.n.r.:
H. Dlugos, G. Rank, K. Schlegel, R. Heinzmann, E. Geupel, E. Hertel, H. Raithel, A. Puchta, C. Oelschlegel.
knieend v.l.n.r.:
M. Ludwig, H. Meisel, M. Oelschlegel, W. Füg, K. Dorsch, KH. Lange, W. Winterstein.

 

1954 Abstieg des FCK in die B-Klasse.

Große Tage hat der FCK beim Jubiläum 1956. Pokalspiele der Senioren, sowie Spiele der Jugend stehen auf dem Programm. Der TV 1863 begeistert mit seinen turnerischen Vorführungen. Während der Festwoche unterliegt die 1. Mannschaft dem Patenverein SpVgg Hof knapp mit 2:3 und dem FC Münchberg mit 0:5.

Jugendmannschaft 1957
hinten v.l.n.r.:
Georg Deckelmann, Rainer Zurek, Lothar Seifert, Günter Schlegel, Alfred Seidel, Horst Süss.
mitte v.l.n.r.:
Manfred Süss, Luitpold Lochner, Reinhold Stelzer.
vorne v.l.n.r.:
Peter Puchta, Siegfried Püttner, Klaus Mielert.

 

1960 streben verantwortliche Männer des FCK die Errichtung eines eigenen Sportheims auf dem Sportplatzgelände an. Den Vereinsvertretern des FCK, Georg Rank und Albert Meisel, wird von Vertretern des BLSV die Finanzierungszusicherung gegeben. Förderung durch Landkreis, Gemeinde, Industrie sowie die tatkräftige Eigenleistung vieler Mitglieder lassen das eigene Sportheim Wirklichkeit werden.

 

Im Jahre 1961 kann das mit einem Kostenaufwand von DM 80.000,- errichtete Sportheim mit Jugendraum, Umkleidekabinen, Dusch- und Wirtschaftsraum, sowie Pächterwohnung durch 2. Vorstand Franz Wagner, der an Stelle des erkrankten 1. Vorstandes Georg Rank den Bau des Sportheims vollendet hat, eingeweiht werden.

Sportheim Richtfest 1961
Von oben nach unten, v.l.n.r.:
W. Winterstein, E. Strößner, W. Kanzler, G. Deckelmann, Chr. Wülferth, Chr. Puchta, Kurt (Fahrer), H. Raithel, Otto (Bierverleger), N. Schlegel, H. Lang, Effele, W. Füg, K. Dorsch, Cl. Goller, O. Knorr, A. Schneider, M. Ludwig, A. Puchta, P. Wolf, Cl. Oelschlegel, H. Benker, W. Füg, G. Opel, O. Oelschlegel, Fr. Wagner, D. Kunz, M. Oelschlegel, A. Rank, R. Martin, K. Hertrich, W. Bär, E. Kreil, Er. Kreil, H. Haas, K. Hager, J. Oelschlegel, Zinner.

 

Freundschaftsspiel gegen Katschenreuth 1962
vorne v.l.n.r.:
Paul Kolb, Klaus Maximowitz, Ferdinand Lochner, Horst Göthert, Günter Schlegel, Heinz Rührold, Reinhold Stelzer, Horst Süss, Siegfried Püttner, Herbert Raithel, Roland Maisel.

 

Im Spieljahr 1964/1965 erringt die 1. Schülermannschaft erstmals die Meisterschaft. Bei den folgenden Ausscheidungsspielen belegt sie einen beachtlichen 2. Platz.

Freundschaftsspiel in Goldkronach 1964
hinten v.l.n.r.:
Heinz Rührold, Robert Frinzel, Horst Süss, Hans Maisel, Reinhold Stelzer, Günter Schlegel.
vorne v.l.n.r.:
Waldemar Füg, Roland Meisel, Siegfried Püttner, Alfred Puchta, Paul Kolb.

 

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Vereins wird vom 2. bis 9. Juli 1966 eine Sportwoche durchgeführt. Höhepunkt dieser sportlichen Tage ist das erstmalige Auftreten zweier Damenfußballmannschaften in Konradsreuth.

Vorstandschaft 1966
v.l.n.r.:
Jugendleiter Effele, Schriftführer Ludwig, Kassier Schneider, 1. Vorstand Haas, 2. Vorstand Wagner, Spielleiter Hertel.

 

Nach vielen Jahren der Zugehörigkeit zur B-Klasse muss der FCK im Jahre 1969 in die C-Klasse absteigen.

Im Jahre 1973 wird mit einer jungen Mannschaft um Spielertrainer Max Eideloth der Wiederaufstieg in die B-Klasse geschafft. Nachdem sich der FCK mit einigen guten Spielern verstärken kann, startet man mit großem Optimismus in die Punktspiele und belegt im ersten Jahr in der B-Klasse einen guten Platz.

Die Aufwärtsentwicklung des Vereines gibt Anlass, das bestehende Sportheim zu erweitern. Unter der Vorstandschaft von Hans Haas und der baulichen Leitung von Kurt Pasbrig wird ein Anbau errichtet, der hauptsächlich der guten Jugendarbeit dient und für die Durchführung größerer festlicher Ereignisse des Vereins geeignet ist. Im Kellergeschoss werden Kabinen, Duschraum, Schiedsrichterkabine, Geräte- und Ballraum eingerichtet. Im November 1973 findet die Einweihungsfeier statt. Die Gesamtkosten des Projektes betragen DM 140.000,-. Finanziert wird es mit Zuschüssen des BLSV, Landkreis, Gemeinde und Brauerei, sowie durch Darlehen und Spenden von Mitgliedern und viel Eigenleistung.

1974 muss der FCK leider wieder den bitteren Weg des Abstiegs in die C-Klasse antreten. Erstmals wird eine 2. Jugendmannschaft zu Verbandsspielen gemeldet. Der Jugendarbeit gilt das besondere Interesse des Vereins. Zu einem großen sportlichen Treffen kommt es mit den Jugendspielern des FC Bayern München, das die Konradsreuther ehrenvoll mit 6:1 in München verlieren. Die Münchenfahrt ist mit dem Besuch der Weltmeisterschaft 1974 verbunden und es wird das Spiel Argentinien – Haiti besucht.

Im Jahr 1975 wird erstmals ein Jugend-Pokalturnier auf dem eigenen Sportgelände durchgeführt, das über den üblichen Rahmen hinausgeht. Teilnehmer sind Großvereine wie der 1. FC Nürnberg und der TSV 1860 München. Daneben noch sieben andere namhafte Vereine. Diese Unternehmen wird sowohl in spielerischer als auch in organisatorischer Hinsicht ein voller Erfolg. Die Großvereine versprechen gerne wieder nach Konradsreuth zu kommen. Die Reservemannschaft erringt die Meisterschaft.

Reserve-Meistermannschaft 1975
hinten v.l.n.r.:
Günter Schlegel, Alfred Seidel, Klaus Pasbrig, Paul Kolb, Lothar Seifert, Peter Raithel, Karl Krumholz, Hans Haas.
vorne v.l.n.r.:
Peter Witt, Waldemar Schaller, Siegfried Püttner, Christian Puchta, Horst Katzauer.

 

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